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Warum Dresscodes so wichtig sind und was sie bedeuten

Vielleicht stehst du vor deinem ersten Job oder steckst mittendrin? Du kannst mit Semiformal und Business Casual nichts anfangen und willst dich dem Dresscode anpassen? Du fragst dich, warum es sie gibt, weshalb sie wichtig sind und wieso du unbedingt auf sie acht geben musst? Dann bist du hier genau richtig, lies nur ein paar Zeilen weiter.

Je nachdem in welcher Branche oder abhängig davon, in welchem Unternehmen man tätig ist, kann der angebrachte Kleidungsstandard variieren. Es ist üblich, diesen Standard als ‘Dresscode’ zu bezeichnen. Für viele klingt das Wort Dresscode nach Einschränkung der eigenen Individualität und des persönlichen Modegeschmacks. Das ist er aber keinesfalls!
Du solltest dir zu Herzen nehmen, dass ein Dresscode keine Uniform ist, bei der spezifische Kleidungsstücke vorgeschrieben werden. Vielmehr ist der Dresscode eine Art Empfehlung oder auch Rahmen, in dem du dich in deinem Berufsalltag bewegen solltest.

Wie sind Dresscodes eigentlich entstanden?

Die Entwicklung der Dresscodes ist keinem klaren Zeitpunkt zuzuordnen. Sie gehören vielmehr schon seit Beginn der Zivilisation zu sozialen Strukturen dazu:
Ob bei Ägyptern oder im Mittelalter, damals wurde je nach Höhe des Standes eine Kleiderordnung durch Priester und Könige festgelegt, damit sie sich optisch leichter von ihren Untertanen unterscheiden konnten. Diese strikte Unterteilung hatte mit der Französischen Revolution ein Ende und fortan waren Dresscodes nicht nur Ausdruck von Zugehörigkeit, sondern auch von Individualität. Heute sind die optischen Unterschiede nicht mehr allzu wichtig und Politiker sowie die normale Bürokräfte treten in einem Anzug bzw. Rock und Blazer auf und ähneln sich bis häufig auf die Preisklasse der Kleidungsstücke äußerlich sehr.
Heute werden Dresscodes nicht mehr durch starre Regeln diktiert und das Missachten nicht mehr mit dem Tode bestraft. Der Dresscode, bewusst oder unbewusst vorgegeben, ist lieber einzuhalten, Gesetz des Falles man möchte nicht Argwohn und böse Blicke ernten, wenn man z.B. bei einer Investorengala, statt wie vorgesehen im formalen Kostüm, mit einem roten Kleid und weißen Sneakern aufkreuzt.

Welche Dresscodes gibt es denn?

Dresscode Bezeichnungen führen allgemein immer wieder zu Verwirrungen und es gibt für den Business Bereich keine allgemeingültigen Bezeichnungen. Wir bei Gardoré unterscheiden zwischen den Dresscodes Formal, Semiformal und Business Casual, die die meist verbreiteten Kleidungsstandards im Büro abdecken und jeweils einen sicheren Rahmen für dich vorgeben.
Ein Dresscode ist situationsabhängig und meistens von einem Unternehmen oder einem Veranstalter vorgegeben. So präsentieren z.B. Verkäufer mit ihrem Auftreten und damit auch mit ihrer Kleidung, sowohl ihr Unternehmen als auch ein Produkt, das verkauft werden soll. Der Kunde überträgt das Erscheinungsbild des Verkäufers unbewusst auf das Produkt und entscheidet sich somit für oder gegen einen Kauf.
Wenn du bereits in einem Unternehmen arbeitest, bist du dir des expliziten oder impliziten Dresscodes wahrscheinlich bereits bewusst.
Die große Frage, was ist der Dresscode, stellt sich meist bei Job Interviews in neuen Unternehmen, Kundenmeetings oder externen Veranstaltungen. Noch bevor du deine Stelle antrittst, kannst du, falls dies nicht schon beim Bewerbungsgespräch erwähnt wurde, nachfragen. Oft lassen sich auch auf der Webseite des Unternehmens Bilder der Mitarbeiter finden, bei denen du dir den wahrscheinlich vorgesehenen Dresscode abschauen kannst.
Im Grunde kannst du immer der Faustregel folgen: Overdressed ist besser als underdressed. Am Ende lässt sich immer ein Blazer ausziehen, kannst du die Haare aufmachen und die Bluse einen Knopf öffnen, falls du das Gefühl hast, zu formal für eine Veranstaltung gestylt zu sein.

Formal

So wie wir ihn nennen ist der Dresscode “Formal” am ehesten mit dem ebenfalls bekannten Business Attire zu vergleichen und stellt einen relativ strengen Dresscode dar, der oft in Branchen wie Banken und Versicherungen gang und gäbe ist. Er strahlt mehr Genauigkeit und Strenge aus, als die anderen Dresscodes.
Auch wenn du als erstes denkst, dass ein Dresscode dir wenig Platz für Individualitäten und persönliche Präferenzen lässt, muss das nicht gleich heißen, dass du dich in einen Selbstbewusstseins-schmälernden Taucheranzug zwängen musst.
Nein, im Gegenteil! Sich formal zu kleiden bietet dir ebenfalls etliche Möglichkeiten überall deine eigene Note mit einzubauen.

Falls ein formaler Dresscode gewünscht ist, kannst du ein Kostüm, Blazer oder Stiftrock in Anthrazit, Blau oder Schwarz mit einer hellen Bluse in Pastell Farben oder Weiß kombinieren. Dazu ein paar Schuhe, die entweder flach oder maximal einen Absatz von 6 cm haben und farblich zu deinem Business Outfit passen.

Semiformal

Der Dresscode Semiformal stellt einen Drahtseilakt zwischen Formal und Casual dar, der doch einfach zu meistern ist: Du kannst zum Beispiel eine Hose in Anthrazit, Schwarz oder Dunkelblau mit einem formalen Blazer oder einer Bluse kombinieren. Ebenfalls stellt dir dieser Look frei ein stereotypisches, formales Kleidungsstück wie den schwarzen Stiftrock oder die Anzughose mit einem weiten Kaschmirpullover oder einer Rüschenbluse zusammenzutragen. Im Gegensatz zum formalen Dresscode, bei dem nur ausnahmsweise Schuhe  aus Rauleder getragen werden sollten, lässt der Semi formale Dresscode eine freiere Auswahl an Schuhmodellen zu.
Von der Marketing bis Berater Karriere oder Firmenmeetings innerhalb der Etage, passt dieser Stil sehr gut und lässt viel Freiraum für deinen eigenen Stil.

Business Casual

Oft ist der Dresscode Business Casual in kreativen Branche wie zum Beispiel Grafikdesign, Marketern und Architekten zu finden. Aber auch in einigen Konzernen wird es allgemein etwas mehr casual.
Obwohl Business Casual nicht zwingend Anzüge oder Blazer braucht, feiner Zwirn sollte es trotzdem sein. Wenn du ohnehin wert auf die Qualität deiner privaten Kleidung legst, dann ist es völlig okay, diese teilweise auch im Büro anzuziehen. Eine edle Jeans mit einem Blazer ist zum Beispiel immer eine gute Kombination. Pass aber auf: freizügige Dekolletés und zu kurze Kleider sind kein Teil des Business Casuals und du solltest auf diese, auch wenn du sie gerne in der Freizeit trägst, im Büro lieber verzichten.
Auch wenn du unter den Dresscodes selbst eine spezielle Vorstellung hast, am Ende wird  jeder Dresscode von jedem Unternehmen anders interpretiert. Wichtig ist neben dem vorgegebenen Rahmen, deine Persönlichkeit bei der Outfitwahl mitzuberücksichtigen. Es ist durchaus möglich, deinen eigenen Stil im Rahmen der verschiedenen Dresscodes zum Ausdruck zu bringen. Auf unserer Outfitseite zeigen wir dir regelmäßig neue Styles zu jedem Dresscode und zu verschiedenen Stilen – von klassisch bis ausgefallen.

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