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Der erste Eindruck zählt: Das richtige Outfit für das Bewerbungsgespräch

Caroline Götz von Olenhusen, Beraterin bei Struss und Partner Karrierestrategien, hat ihre drei Tipps für das richtige Outfit für ein Bewerbungsgespräch zusammengestellt. Erfahre in ihrem Gastbeitrag, welchen Eventualitäten dein Outfit standhalten sollte, wie du dich im Vorfeld über den Dresscode des Unternehmens informieren kannst und worauf du persönlich achten solltest. 

Ein Beitrag von Caroline Götz von Olenhusen, Struss und Partner Karrierestrategien

Ein Vorstellungsgespräch ist für die meisten Bewerber ohnehin mit großer Aufregung verbunden. Schließlich geht es darum, Personaler und Fachkräfte innerhalb kurzer Zeit von sich, seinen beruflichen Qualitäten und der persönlichen Passung zum Unternehmen zu überzeugen. Wenn dann noch kurz vor dem Termin die große Outfit-Frage aufkommt und der Kleiderschrank einfach nichts Passendes herzugeben scheint, steigt der Nervositätspegel schnell weiter in die Höhe. Damit du dich während des Gesprächs wohl in deiner Haut fühlst und die Wahl des Outfits keinen zusätzlichen Stressfaktor darstellt, habe ich drei Tipps für dich zusammengestellt.

1. Für alle Fälle gewappnet

Ob vor dem ersten Date oder dem Vorstellungsgespräch: Die Wahl des richtigen Outfits wird oft bis zur letzten Minute hinausgezögert. Kurz vor knapp werden dann unzählige Kombinationen anprobiert, von denen aber keine so recht gefallen will. Ärgerlich wird es außerdem, wenn wichtige Kleidungsstücke plötzlich nicht einsatzbereit sind, die Lieblingshose im Wäschekorb liegt oder die passenden Schuhe kürzlich einer Freundin geliehen wurden. Daher: Bereite dich nicht nur in Bezug auf den Inhalt, sondern auch auf dein äußeres Erscheinungsbild mindestens einen bis zwei Tage im Voraus auf das Gespräch vor. Nimm dir die Zeit, um in Ruhe ein Outfit zusammenzustellen. Falls du dann merkst, dass dir zum Beispiel der passende Blazer fehlt, kannst du zur Not noch etwas kaufen oder bei Freundinnen ausborgen.

Eine gute Vorbereitung zahlt sich auch unmittelbar vor dem Bewerbungsgespräch aus. Sei für alles gewappnet, was dir auf dem Weg von zu Hause dorthin passieren könnte. Das heißt: Pack vorsichtshalber auch die Fusselbürste, Schuhcreme, Wechselbluse und Haarbürste ein!

2. Wichtige Informationsquellen ausschöpfen

Im Zuge deiner Vorbereitung ist es ebenfalls wichtig, dass du dich mit dem Unternehmen, für das du arbeiten möchtest, auseinandersetzt. Die Unternehmenskultur hat schließlich auch einen Einfluss auf die Wahl deines Outfits: Wenn du dich zum Beispiel bei einer Steuerberatung bewirbst, musst du nicht das „Latest-Fashion-Piece“ tragen – und bei einem Gespräch in einer Werbeagentur wirkt es eventuell etwas verkrampft, wenn du im klassischen Hosenanzug aufschlägst. Deine wichtigsten Informationsquellen hierfür sind die Website des Unternehmens, die „Über uns“-Seiten sowie die Social-Media-Kanäle. Hier kannst du dir einen guten Eindruck von der Kultur des Unternehmens, seinen Werten und dem vorherrschenden Dresscode verschaffen. Tragen die Mitarbeiter auf den Teamfotos Sneaker und T-Shirt? Oder wirken Sie eher konservativ mit Blazer und Jackett? Daran kannst du dich bei deiner Outfit-Wahl orientieren. Falls du dir unsicher bist, solltest du dich lieber etwas schicker kleiden als zu locker. Bunte Nikes und Bluejeans mögen für einige junge Agenturen zwar angemessen sein, aber auch mit einer schwarzen Chino, schicken Boots und einer lockeren Bluse bist du hier richtig angezogen – und läufst nicht Gefahr, dich unerwartet underdressed zu fühlen.

3. Authenticity sells!

Eine häufige Frage unserer Kunden in der Beratung lautet: Wie muss ich mich anziehen, um meine Karriereziele zu erreichen? Ich denke, umgekehrt wird ein Schuh daraus: Du machst vor allem dann Karriere, wenn du authentisch und selbstbewusst – das heißt, dir deiner selbst bewusst – bist und dich dementsprechend kleidest. Anderenfalls gebe es längst ein Erfolgsrezept für einen Dresscode, an den jeder sich halten würde, um damit „ganz automatisch“ erfolgreich zu werden. Aber nicht jeder Mensch ist gleich. Wichtig ist daher vor allem, dass du dich in deiner Kleidung wohlfühlst.

Das ist kein Plädoyer für die Arbeit im Jogger, aber ein Appell, dich nicht zu verkleiden. Denn entscheidend für deinen beruflichen Erfolg ist, dass du nicht jeden Morgen das Gefühl hast, deine Persönlichkeit an den Nagel hängen und stattdessen eine „Berufspersönlichkeit“ anziehen zu müssen. Frag dich daher vielmehr: Wo kann ich mich so anziehen, schminken und präsentieren, wie es meinem eigenen Selbstbewusstsein am ehesten entspricht? Wenn du dies schon bei der Stellensuche berücksichtigst, wird dir die Outfit-Wahl für das Bewerbungsgespräch um einiges leichter fallen, und deine Nervosität wird nicht dadurch verstärkt, dass du dich unwohl oder verkleidet fühlst.

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