Inspiration

Coaching und Mentoring – Kollaboration Teil II

Können Coaching und Mentoring die Zusammenarbeit zwischen Frauen fördern und uns helfen …

bessere professionelle und soziale Netzwerke aufzubauen? Und können diese Praktiken dazu beitragen, diejenigen Menschen um uns zu sammeln, die uns helfen unser Potential zu entfalten?

Tut sich etwas?

Natürlich haben die großen Unternehmensberatungen wie BCG und McKinsey schon seit einiger Zeit spezielle Mentoring- und Coaching-Programme für Frauen eingerichtet (sowie sogenannte Buddy-Programme), die auch sehr beliebt zu sein scheinen. Sogar staatliche Institutionen scheinen sich nun endlich einmal mehr engagieren zu wollen. Zum Beispiel hat das Baden-Württembergische Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst 2015 das vom Europäischen Sozialfond geförderte Programm „CoMenT – Coaching-, Mentoring-, und Trainingsprogramme für mehr Frauen in Führungspositionen“ ins Leben gerufen, dass Projekte zur Chancengleichheit und Karriereförderung von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt.

Ob diese Programme wirksam sind, wird sich wohl erst im nächsten Jahrzehnt zeigen. Zum Beispiel gibt es die Konferenz der Gleichstellungs-und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder schon seit über zwanzig Jahren, und doch sind wir noch weit von einer gleichberechtigten Arbeitssituation entfernt. Dass Coaching und Mentoring aber unglaublich wichtig sind zur Karriereförderung, bleibt unbestritten.

Coachen – aber wie?

Nicht nur Berufseinstieg, sondern auch Positionswechsel oder gar Karrierewechsel können beschwerlich und herausfordernd sein. Ein guter Coach oder gute Mentorin kann uns bei vielen Dingen behilflich sein und mit Rat zur Seite stehen – auf professioneller und persönlicher Ebene. Zum Beispiel kann eine Mentorin uns mit ihrem Wissen und ihrer professionellen Erfahrung bei der Ausarbeitung eines Karriereplans mit konkreten Zielen beraten und uns auf mögliche Fallstricke oder Irrwege aufmerksam machen, denen wir dann aus dem Weg gehen können. Mentoren können uns dabei helfen schnell und geschickt die interne Unternehmenspolitik zu verstehen und weniger Zeit mit überflüssigen Aufgaben zu vergeuden, die wir auch an andere abgeben könnten. Wir sind sicherlich auch so schon sehr teamfähig, jedoch müssen wir auch, wie im ersten Teil letzte Woche schon angedeutet, lernen, dies vielleicht noch mehr zu unserem Vorteil zu nutzen – mehr strategisch als sozial.

Mentorinnen können uns auch bei Fragen nach der Vereinbarkeit von Karriere und Familienplanung helfen. Eigentlich können sie uns bei allen wichtigen Entscheidungen mit ihren Erfahrungen zur Seite stehen und zusätzliche Möglichkeiten aufzeigen, wie zum Beispiel flexible Arbeitsmöglichkeiten oder Familienprogramme des Unternehmens, oder auch Shortcuts, über die wir schneller unser Ziel erreichen können. Oder sie können uns zur Seite stehen, wenn man mal mit einem Projekt oder den Kolleginnen und Kollegen nicht weiter weiß.

Einen guten Coach finden

Zuallererst – der richtige Coach kann genauso gut ein Mann wie eine Frau sein. Wichtig ist, dass er oder sie sich auf euch einlassen kann um euch zu helfen und euch zu unterstützen – bei allen Fragen und Problemen. Ein guter Coach oder Mentor sollte eure Stärken – und auch Schwächen – erkennen und auf sie eingehen können oder sie zumindest verstehen. Sie sollten eine natürliche Sympathie oder Verbindung haben, damit ihr euch öffnen könnt und ehrlich alle eure Fragen stellen könnt ohne euch seltsam zu fühlen oder besorgt um die Vertraulichkeit zu sein. In manchen Fällen kommt es auch vor, dass der Coach oder die Mentorin das komplette Gegenteil von eurer Persönlichkeit sein mag; das ist in Ordnung und spornt euch vielleicht zudem noch mehr an, solange ihr ihm oder ihr vertrauen könnt.

Bei der Suche gilt auch zu berücksichtigen, dass euer Coach nicht in einem direkten Arbeitsverhältnis zu euch stehen sollte. Falls ihr doch direkt mit ihm oder ihr zusammenarbeitet, könnte es eventuell irgendwann zu schwierigen Situation kommen oder Interessenskonflikte geben.

Alle Frauen in Führungspositionen, mit denen ich persönlich gesprochen habe, versicherten mir, dass das Mentoring ihren Weg entscheidend geprägt hat und somit hoffen wir, euch auch davon überzeugen zu können, an einem Mentoring- oder Coachingprogramm teilzunehmen oder euch selbst einen Coach oder eine Mentorin zu suchen, dem oder der ihr vertraut. Es lohnt sich.

In unserem dritten Teil zum Thema Kollaboration wird es darum gehen, wie wir den richtigen Wettbewerb fördern können.

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