Praktisches

Zur richtigen Business-Garderobe: 2. Baukastensystem

Von einer guten Business-Garderobe erwarten wir, dass sie Kleidungsstücke enthält, die nicht nur angemessen sind, sondern in denen wir uns wohl, besser noch gestärkt fühlen. 

Zudem möchten wir morgens keine Zeit verschwenden, indem wir verzweifelt vor dem Kleiderschrank stehen. Auch der nächste Business-Trip lässt sich besser vorbereiten als mit dem Anprobieren verschiedener Outfit-Kombinationen.

Nach dem ersten Schritt auf dem Weg zur richtigen Business-Garderobe, dem Aussortieren, geht es nun darum, Ihre Business-Garderobe systematisch aufzubauen. Hierfür empfiehlt sich ein sogenanntes Baukastensystem. Damit wird eine Art Mini-Kollektion beschrieben, die für einen bestimmten Anlass zusammengestellt wird und bei der alle Kleidungsstücke sowie Accessoires zusammenpassen, so dass sie untereinander austauschbar sind.

So entsteht aus nur wenigen Kleidungsstücken eine Vielzahl an unterschiedlichen Business-Outfits. Ihre Business-Garderobe wird variabler. Außerdem müssen Sie sich nur einmal, beim Erstellen Ihres Baukastensystems, Gedanken machen, was Ihnen steht und was Sie wie zusammen tragen möchten. Davon können Sie mehrere Monate profitieren und so Ihre wertvolle Zeit am Morgen anders sinnvoll nutzen. Ein weiterer Vorteil dieses systematischen Ansatzes ist, dass Sie Lücken in Ihrer Business-Garderobe erkennen und diese gezielt schließen können. Fehlkäufe werden so vermieden.

Ihre Business-Garderobe sollte selbstverständlich auf Ihre beruflichen Anforderungen, aber auch auf Ihren Lebensstil, Ihre persönlichen Vorlieben und die Jahreszeit abgestimmt sein. Daher ist es durchaus üblich, mehrere Business-Baukästen zusammenzustellen, z.B.:

  • für Sommer, Winter und die Übergangszeit,
  • für den normalen Büroalltag und besondere Business-Anlässe,
  • für verschiedene Outfit-Silhouetten oder Farbspektren.

Keine Sorge, es ist gar nicht so schwer, einen Baukasten zusammenzustellen. Sie können schrittweise vorgehen:


 

1. Definieren Sie die Grundlagen

Um für Ihren Alltag gewappnet zu sein, sollten Sie sich zunächst Gedanken über die Anforderungen an Ihre Business-Garderobe machen.

  • Brauchen Sie Outfits für bestimmte Anlässe?
  • Reisen Sie viel?
  • Sitzen Sie den ganzen Tag am Schreibtisch oder sind Sie in Meetings und Kundenterminen?
  • Was ist der Dresscode Ihres Unternehmens? (Orientieren Sie sich dabei grundsätzlich eher an Vorgesetzten bzw. an den Positionen, die Sie erreichen möchten, als an Ihrem derzeitigen Job.)
  • Haben Sie repräsentative Aufgaben?
  • Welchen Temperaturen und Klimabedingungen sind Sie ausgesetzt?
  • Welche Verkehrsmittel nutzen Sie, um zu Ihrem Arbeitsplatz zu gelangen?
  • Welche Stil-Aussage möchten Sie treffen? Wie möchten Sie auf andere wirken?

Hilfreich ist, sich eine Liste anzulegen, auf der Sie alle Anforderungen notieren, die für Ihren Baukasten wichtig sind. Bei den Entscheidungen, die Sie im weiteren Verlauf treffen müssen, können Sie dann immer wieder darauf zurückgreifen.


 

2. Wählen Sie ein neutrales Basis-Outfit

Am besten ist es, mit einem möglichst neutralen Basis-Outfit für Ihren Baukasten zu beginnen. Dieses lässt sich dann erweitern und variieren. Stellen Sie sich hierfür folgende Fragen:

  • Welche Grund- und Akzentfarben möchte ich in meinen Businessmode-Baukasten integrieren? – Es empfiehlt sich, mit ein bis zwei neutralen Grundfarben und einer Akzentfarbe anzufangen. Gehören Sie zu den farbenfroheren Menschen, können Sie auch eine Grundfarbe und zwei Akzentfarben einsetzen. Voraussetzung ist, dass alle Farben kombinierbar sind.
  • Wie sollen die Farben auf Ihrem Körper verteilt werden? – Hellere Farben sollten eher an schlanken Körperzonen getragen werden. Akzente setzen Sie am besten an Körperstellen, die Sie besonders schön finden. Praktisch ist, wenn Sie entweder den Ober- oder den Unterkörper als farbige oder gemusterte Zone festlegen. Diese Festlegung erleichtert Ihnen später die Kombination.
  • Welche Silhouette gefällt Ihnen am besten? – Bevorzugen Sie figurbetonte oder eher locker sitzende Kleidungsstücke? Mögen Sie schmal oder weit geschnittene Hosen? In welcher Körperzone tragen Sie lieber weite, enge, kurze und lange Kleidungsstücke?
  • Tragen Sie eher Blusen oder Shirts, Blazer oder Strickjacken? – Welche Schnitte passen dabei zu Ihrer Figur?

Mit Hilfe dieser Fragen bzw. Ihren Antworten stellen Sie nun Ihr Basis-Outfit zusammen. Denken Sie daran, es geht hierbei um ein Standard-Outfit, eines, indem Sie sich immer wohlfühlen und bei dem Sie nicht lange überlegen müssen.

Ihr Basis-Outfit sollte aus zwei bis drei Teilen bestehen: Einer Hose oder einem Rock, einer Bluse oder einem Top sowie einem Blazer oder einer Jacke. Wählen Sie nur neutrale Farben für diese Basics. So können Sie später wieder besser kombinieren.

Ergänzen Sie diese zwei bis drei Teile mit den wichtigsten Accessoires, welche ebenfalls möglichst neutral gehalten werden sollten. Das bedeutet neutrale Farben (bei Schmuck etwa Gold, Silber, Perlen), schlichte Formen und wenig bis keine Verzierungen. Nutzen Sie folgende Fragen zur Orientierung:

  • Welche Schuhe ziehen Sie am liebsten zu Ihrem Basis-Outfit an?
  • Welche Handtasche passt dazu?
  • Welchen Schmuck tragen Sie ständig?
  • Braucht Ihr Basis-Outfit weitere Accessoires, wie etwa einen Gürtel oder ein Tuch?

Haben Sie diese ersten beiden Schritte verfolgt, sind Sie der richtigen Business-Garderobe schon wesentlich näher gekommen. Sie kennen Ihr Basis-Outfit, welches noch vollkommen neutral ist, gleichzeitig aber schon Ihren Dresscode, Ihre Präferenzen und Alltagsanforderungen widerspiegelt. In den nächsten Schritten wird es nun abwechslungsreicher und bunter. Halten Sie sich jedoch möglichst an folgende Regeln:

  • Jede weitere Farbe sollte zu jeder anderen Farbe im Baukasten passen.
  • Jedes Oberteil, also Bluse, Shirt, Top, Pullover, sollte mit jedem Unterteil und jedem Blazer oder jeder Jacke kombinierbar sein.
  • Jedes hinzugefügte Kleidungsstück sollte sich von einem bereits vorhandenen Teil unterscheiden und zwar entweder in Schnitt, Farbe, Muster oder Material.
  • Beginnen Sie mit nur drei Basis- und Akzentfarben und ergänzen Sie weitere Farben nur bei Bedarf und vorsichtig, eine nach der anderen.
  • Je mehr unifarbene Kleidungsstücke Sie in Ihren Baukasten aufnehmen, desto leichter ist die Kombination untereinander.
  • Vorteilhaft ist es, wenn Sie gemusterte Teile nur entweder bei Unterteilen oder bei Oberteilen bzw. Blazern/ Jacken einsetzen.
  • Falls Sie mit ihrem Baukasten unterschiedliche berufliche Anlässe mit verschiedenen Eleganz- oder Förmlichkeits-Niveaus abdecken möchten, sollte sich das auch in den hinzugefügten Kleidungsstücken widerspiegeln. Beispielsweise ergänzen Sie Ihre Baumwoll-Tops mit einer Seidenbluse, um bei Bedarf edlere Outfit-Varianten bilden zu können.
  • Beginnen Sie mit schlichten, klassischen Teilen und addieren Sie modischere, auffällige oder extremer geschnittene – und damit schwieriger zu kombinierende – Teile erst zum Schluss.

 

3. Legen Sie den Umfang Ihres Baukastens fest

Bevor Sie Ihrem Baukasten weitere Kleidungsstücke hinzufügen, sollten Sie überlegen, wie viele Kleidungsstücke Sie eigentlich in Ihrer Business-Mini-Kollektion brauchen. Dafür müssen Sie zunächst die Frage beantworten, wie viele Outfits Sie benötigen, um sämtliche Business-Anlässe über einen bestimmten Zeitraum abdecken zu können.

Wenn Sie diese beantwortet haben, können Sie eine einfache Formel anwenden, welche auf dem Grundprinzip des Baukastensystems – den universellen Kombiniermöglichkeiten – basiert:

Anzahl der Outfits = Anzahl Unterteile x Anzahl Oberteile x Anzahl Blazer/ Jacken

Kommt ein Kleid, in Ihren Baukasten hinzu, das Sie mit allen Blazern/ Jacken kombinieren können, lautet die Formel:

Anzahl Outfits = (Anzahl Unterteile x Anzahl Oberteile x Anzahl Blazer/ Jacken) + (Anzahl Kleider x Anzahl Blazer/ Jacken)

Denken Sie bei der Berechnung allerdings auch daran, dass Ihre Kleidungsstücke zwischendurch in der Wäsche bzw. Reiningung sind. Wenn Sie einen zweiten Baukasten für Business-Outfits haben (beispielsweise mit anderen Farben, anderen Silhouetten oder für andere Anlässe), könnten Sie sich abwechselnd von beiden Baukästen bedienen und so den gesteckten Zeitrahmen wesentlich erweitern.


 

4. Ergänzen Sie alternative Schnitte und Farben

Für den nächsten Schritt, die tatsächlich erste Erweiterung Ihres Basis-Outfits, sollten Sie sich zunächst eine generelle Übersicht über Ihren Baukasten verschaffen. Nehmen Sie sich hierfür wieder Ihre Liste aus Schritt 1 zur Hand.

  • Welche Bekleidungs-Kategorien wollen Sie grundsätzlich aufnehmen? Mit welchen Kleidungsstücken ließe sich Ihr Basis-Outfit besonders gut variieren oder ergänzen?
  • Wie viele Kleidungsstücke der einzelnen Kategorien – Unterteile, Oberteile, Blazer/ Jacken oder Kleider – nehmen Sie insgesamt auf? (Siehe Schritt 3)
  • Welche Schnitte sind bei den einzelnen Kategorien passend und vorteilhaft für Sie?
  • Wo bzw. in welcher Bekleidungs-Kategorie werden Sie helle Farben, Akzentfarben oder Muster vor allem tragen?
  • Wie viele der Kleidungsstücke sollten in neutralen, wie viele in Akzentfarben gehalten sein?
  • Wie viele dieser Kleidungsstücke sollten unifarben, wie viele gemustert sein?

Für den besseren Überblick können Sie eine Matrix, in der Sie die verschiedenen Kategorien und Varianten der Kleidungsstücke gegenüberstellen, zeichnen. So erkennen Sie auch besser Lücken in Ihrem Baukasten, z.B.:

image

Mit diesem Überblick geht es nun an die Erweiterung. Beschränken Sie sich anfangs auf einfarbige Kleidungsstücke und Accessoires in Grund- und Akzentfarben. Dabei hängt es von Ihren Vorlieben und Ihrer Figur ab, ob Sie in diesem Schritt mehr Kleidungsstücke in Akzentfarben hinzufügen oder sich lieber im neutralen Farbspektrum bedienen.

  • Addieren Sie zwei bis drei Oberteile, die zu Ihrem Basis-Unterteil und Ihrem Basis-Blazer/ Ihrer Basis-Jacke passen.
  • Ergänzen Sie anschließend ein bis zwei Blazer/ Jacken zu Ihren Ober-Unterteil-Kombinationen.
  • Erweitern Sie Ihren Baukasten schließlich um ein oder zwei weitere Unterteile, die zu den ausgewählten Oberteilen und Blazern/ Jacken passen.
  • Fügen Sie nun weitere Accessoires oder Schuhe hinzu.

Oft ist es notwendig, dass Sie beispielsweise für Hosen und Röcke unterschiedliche Schuh-Kategorien einsetzen. Idealerweise passen aber alle Schuhformen zu allen Outfit-Varianten. Zudem könnten Sie mit unterschiedlichen Halsketten, Gürteln oder Tüchern experimentieren, um weitere Outfit-Varianten zu kreieren.

Sie haben jetzt einen Plan davon, wie Ihre Mini-Business-Kollektion insgesamt strukturiert sein sollte. Auch haben Sie schon eine mehr oder weniger umfassende Sammlung erstellt, mit der Sie bereits einige Varianten Ihres Basis-Outfits herstellen können. Ihre Business-Baukasten ist in diesem ersten Erweiterungs-Schritt immer noch einfarbig. Jedoch haben Sie zusätzlich zu Ihren neutralen Farben eine Akzentfarbe eingeführt. Und Sie haben weitere Schnitte, Materialien und Accessoires integriert, die Ihnen ein Mehr an Flexibilität in Ihrer Business-Basisgarderobe verschaffen.

Vielleicht haben Sie an diesem Punkt auch bereits festgestellt, dass Sie Schwierigkeiten haben, eine Mini-Business-Kollektion zusammenzutragen. Dies könnte beispielsweise daran liegen,…

  • dass Ihr Kleiderschrank so heterogen ist und zu viele Stücke enthält, die nicht zusammen passen.
  • dass Ihnen wichtige Kleidungsstücke als Basis fehlen – in welcher Kategorie, mit welchem Schnitt, in welcher Farbe?
  • dass Sie zu viele neutrale Basics haben und zu wenige Highlights.
  • dass Sie zu viele gleiche oder ähnliche Kleidungsstücke besitzen und nicht genug variieren können.

Haben Sie Schwierigkeiten, Ihren Mode-Baukasten systematisch aufzubauen, sollten Sie jetzt auf jeden Fall ergründen, woran dies liegt. Es könnte nämlich auf ein grundsätzliches Problem Ihrer Garderobe hindeuten und sogar der Hauptgrund sein, der Sie von Ihrem perfekten Kleiderschrank abhält. Aber noch ist Ihr Business-Baukasten nicht fertig. Dazu fehlen ihm noch Highlights und ein paar Extras zur Abrundung.


 

5. Fügen Sie Muster und Accessoires hinzu

Spätestens in diesem Schritt können Sie Ihren Business-Baukasten nun den Fun-Faktor einflößen. Wenn Sie gerne gemusterte Kleidung tragen, dann ist jetzt Ihr Zeitpunkt gekommen, diese vorsichtig in Ihren Baukasten einzuführen. Warum vorsichtig? Weil Muster am schwersten zu kombinieren sind. Denn ein gemustertes Teil kann oft ausschließlich mit weiteren einfarbigen Kleidungsstücken getragen werden. Dies gilt umso mehr, wenn es um Business-Outfits geht. Daher sollten Sie bei diesem Schritt nicht nur an Kleidungsstücke, sondern auch an gemusterte Accessoires denken.

Entscheiden Sie, in welcher Bekleidungs-Kategorie Sie gemusterte Stücke integrieren wollen:

  • Möchten Sie gemusterte Oberteile, Unterteile, Blazer/ Jacken oder Kleider aufnehmen?
  • Welche Körperzone soll durch gemusterte Kleidung betont werden?

Sie sollten sich bewusst sein, dass gemusterte Kleidungsstücke die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und so den Blick auf die entsprechende Körperregion lenken. Sie sollten also dort gemusterte Teile platzieren, wo Sie eine besonders schöne Körperzone haben oder wo Sie den Blick des Gegenübers hinlenken wollen. Da im Business-Umfeld vor allem Ihr Kopf gefragt ist, ist es meist günstig, Akzente in Kopfnähe zu platzieren. Das spricht vor allem für gemusterte Oberteile und Blazer/ Jacken, aber auch für Accessoires, wie Tücher oder Schals. Sollten jedoch Ihre schlanken, langen Beine zu den Highlights Ihres Körpers zählen, sind auch gemusterte Röcke oder Hosen denkbar. Dann entscheidet der Dresscode darüber, wie auffällig oder dezent diese Unterteile sein können.

Und noch ein Tipp: Ihre gemusterten Teile sollten Ihre Akzentfarbe und/ oder Ihre neutralen Farben beinhalten. So sind sie viel besser mit Ihren bestehenden Baukasten-Inhalten kombinierbar. Dabei macht es einen Unterschied, ob Ihre Muster bunt sind oder aus Ihren neutralen Farben bestehen. Denn die eine Variante ist deutlich auffälliger als die andere. Auch für Frauen im konservativen beruflichen Umfeld sind meist dezente Muster-Versionen umsetzbar, wenn sie aus neutralen Farben bestehen – besonders bei Accessoires.

Sie sollten sich bewusst sein, dass gemusterte Kleidungsstücke einen höheren Wiedererkennungseffekt haben und es daher mehr auffällt, wenn Sie das gleiche Stück zweimal tragen. Das bedeutet, dass Sie gemusterte Teile weniger oft einsetzen können und dass Sie daher in der entsprechenden Kategorie mehr Auswahl zum Wechseln benötigen.


 

6. Runden Sie Ihren Baukasten ab

Das Mode-Baukasten-System funktioniert am besten mit dem dreiteiligen Outfit aus Unterteil, Oberteil und Blazer/ Jacke, da dieses die größte Flexibilität ermöglicht. Jedoch sind Kleider eine stilvolle, ergänzende Option. Kleider ersetzen dann eine Unterteil-Oberteil-Kombination und können mit Ihren unterschiedlichen Blazern, Jacken, Westen oder Strickjacken kombiniert werden. Darüber hinaus lassen sich manche Kleider auch mit langärmeligen T-Shirts, Blusen oder Rollkragenpullovern darunter tragen. So ergeben sich weitere Outfit-Varianten.

Entscheidend für die Integrierbarkeit von Kleidern in Ihren Baukasten sind ferner Faktoren, wie Schnitt, Material, Farbe und Muster. Berücksichtigen Sie am besten folgende Fragen:

  • Sind Sie ein Stil-Typ, der gerne Kleider trägt?
  • Haben Sie in Ihrem beruflichen Leben Anlässe, für die Sie ein Kleid benötigen?
  • Wollen Sie Ihren Baukasten durch ein schlichtes, klassisches Kleid in einer neutralen Farbe oder in Ihrer Akzentfarbe ergänzen?
  • Wollen Sie zusätzlich ein gemustertes Kleid hinzufügen?
  • Enthält Ihr Baukasten geeignete, einfarbige Kombinationsteile für ein gemustertes Kleid?

Die größte Flexibilität haben schlichte, einfarbige Kleider in klassischen Schnitten, wie Etuikleider, Prinzesskleider, Hemdblusenkleider, Shift-, A-Linien- und Wickelkleider, und in matten, mittelschweren Stoffen. Ist ein solches Kleid in einem neutralen Ton gehalten, können Sie dazu Ihre Akzentfarben und Muster tragen. Hat das Kleid eine Akzentfarbe, wären neutrale Ergänzungen besser geeignet. Können in Ihrem Büro-Umfeld auch dezent gemusterte Kleider oder Kleider im Colour-Blocking-Stil getragen werden, brauchen Sie vor allem einfarbige, neutrale Kleidungsstücke zum Kombinieren.

Ferner sollten Sie den Eleganz-Level Ihres Kleides genau beachten. Unterschiedliche Eleganz-Level lassen sich vor allem über die Stoff-Auswahl definieren. Hier sollten Sie aufpassen: Ein Kleid in einem sehr edlen Stoff hat ein recht festgelegtes Eleganz-Level und kann kaum im Büro-Alltag eingesetzt werden.

Ein weiteres, wichtiges Element des Businessmode-Baukastens ist die wärmende Kleidung für unterwegs, zum Arbeitsplatz oder zu Business-Terminen. Dafür benötigen Sie einen Mantel oder eine Manteljacke, die Ihrem Dresscode entspricht und weitere schützende Accessoires, wie Handschuhe, Schals oder Regenschirme. Im Sommer können Sie natürlich auch eine passende Sonnenbrille tragen. Überlegen Sie sich…

  • ob Ihr Mantel zu wirklich allen Outfit-Varianten Ihres Baukastens passt,
  • ob alle Teile hochwertig, zeitlos und repräsentativ sind.

Besonders ein hochwertiger Mantel mit passendem Seidentuch oder Wollschal gehört zur stilvollen Business-Garderobe. Ein solcher Mantel ist ein Statement-Teil, mit dem Sie Ihre Klasse zeigen. Sie sollten daher zuerst in einen neutralen, zeitlosen und hochwertigen Begleiter investieren, der zu allen, bisher zusammengestellten Outfits Ihres Business-Baukastens passt. Das bedeutet, dass Ihr Mantel über alle Outfit-Varianten getragen werden kann – auch über Outfits mit Blazern und mit längeren Röcken, falls das in Ihrer Mini-Business-Kollektion enthalten ist.

Sämtliche Accessoires, wie Taschen, Schals, aber auch vermeintliche Nebensächlichkeiten, z.B. Tablet-Hüllen, Visitenkarten-Etuits und Kugelschreiber, können im Büro-Umfeld Ihren Stil prägen. Achten Sie auch bei dieser Grundausstattung auf hochwertige, zeitlose und farblich zusammenpassende Exemplare.


 

Fazit und nächste Schritte

Wenn Sie bis hierher durchgehalten haben, dann sind Sie Ihrem Traum vom perfekten Kleiderschrank – zumindest für den Job – einen großen Schritt näher gekommen. Denn Sie haben jetzt eine kleine, aber feine Business-Basisgarderobe, die genau Ihren Bedarf und Ihre Vorlieben widerspiegelt. Sollten Sie dabei entdeckt haben, dass Ihnen einige, wichtige Eckpfeiler fehlen, haben Sie diese Kleidungsstücke oder Accessoires auf Ihre Shopping-Liste gesetzt. Dann können Sie in den nächsten Wochen und Monaten daran gehen, diese Lücken in Ihrem Baukasten Stück für Stück gezielt zu füllen. Zudem wissen Sie jetzt ganz genau, welche Kleidungsstücke oder Schuhe Sie beim Anprobieren der potentiellen neuen Teile tragen müssen. Wichtig ist, dass Sie jedes Teil, das Sie Ihrem Baukasten zukünftig hinzufügen möchten, eingehend hinterfragen:

Passt das neue Kleidungsstück zu allen bestehenden Elementen und bringt es eine neue Komponente in meinen Baukasten ein, die mir noch mehr Flexibilität bietet?

Und falls Sie jetzt richtig auf den Geschmack gekommen sind: Mit Ihrer ersten Business-Mini-Kollektion muss Ihre Business-Garderobe nicht vollständig sein. Sie können nun daran gehen, weitere Baukästen zusammenzustellen. Dabei können Sie auf andere Farbkombinationen, Silhouetten und Basics zurückgreifen. Sie können weitere berufliche Anlässe, unterschiedliche Dresscodes oder klimatische Bedingungen abdecken.

Natürlich können Sie das Prinzip des Baukastens auch auf Ihre Freizeitkleidung ausweiten. Wahrscheinlich können manche Kleidungsstücke oder Accessoires sogar Bestandteile Ihrer Business- und Freizeit-Garderobe sein. Insgesamt erreichen Sie mehr Variabilität bei gleichem Kleiderschrankumfang und Sie sparen auch noch wertvolle Zeit bei der täglichen Entscheidung: Was ziehe ich an? Wenn das mal kein Ergebnis ist!

Sie suchen bestimmte Kleidungsstücke oder Accessoires für die Ergänzung Ihres Baukastens und weitere Mini-Kollektionen? In unserem Shop werden Sie bestimmt fündig!

2 thoughts on “Zur richtigen Business-Garderobe: 2. Baukastensystem

  1. drichter sagt:

    Danke liebes Gardoré Team, das ist eine sinnvolle Aufstellung. Durch ein paar Bilder und visuelle Beispiele wäre es noch ansprechender für mich und ließe sich etwas leichter lesen.

    1. Gardoré sagt:

      Vielen Dank für das Feedback! Wir nehmen das gerne für den nächsten Blog-Artikel auf.
      Liebe Grüße
      Dein Gardoré Team

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